Samstag, 4. März 2017

Glücksdonner und Glücksstaub


Kann man mit Amication glücklich werden? Ist Amication eine Garantie für Glück? Jemand, der die amicative Lebensführung gutheißt, kann durchaus Erwartungen in diese Richtung haben. Dass das Leben jetzt leichter wird, dass alles besser klappt, dass eben allgemein mehr Glück stattfindet.

Durch die Amication verschwinden nun tatsächlich viele Belastungen. Man glaubt wieder an sich und an seinen Wert und daran, dass man niemals wirklich Fehler machen kann. Und erkennt seine letztlich eben doch vorhandene Konstruktivität. Man sieht die Kinder mit diesen anderen – amicativen – Augen: Dass sie ihre eigene Innere Welt haben, die man grundlegend achtet. Man erkennt ihre Würde und Einmaligkeit.

Das alles befreit und bringt Leichtigkeit und Lächeln, als verfügbare Grundstimmung. So etwas wird bewusst, wenn man andere Familien mit dem traditionellen Umgang erlebt oder wenn man sich an alte Zeiten vor der amicativen Wegmarke erinnert. Also: Da ist durchaus Glück.

Aber dieses Glück ist kein Donnerschlag wie die große Liebe oder der Ausbruch des Weltfriedens. Nichts gegen die großen Glücksdonner – aber das leistet Amication nicht. Amication ist auch nicht das Instrument, um die mittleren Glücke zu bekommen. Amication verschafft nicht solches Glück – das kommt von woanders her. Glück fällt entweder vom Himmel oder man muss etwas dafür tun. Selbstverantwortlich von Geburt – die Grundposition der Amication – gilt auch in der Glücksfrage, und das bedeutet, dass ein jeder auch für sein Glück selbst zuständig ist.

Man kann also keine Glückswunder von der Amication erwarten, sondern man muss sich schon selbst um sein Glück bemühen. Und da gibt es unzählige persönliche Wege, denn das Glück des einen ist nicht die Richtschnur für das Glück des anderen. Doch wenn auch ein jeder sein Glück auf seine Weise realisiert – amicative Menschen verbindet der amicative Glücksstaub zwischen den Zeilen des Lebens.

Kommentare:

  1. Hallo hubertus
    Ich bemerke wie es innerlich aufzuckt wenn ich : MAN kann … MAN glaubt … MAN erkennt … u.ä. lese …
    Schon wieder diese I-tüpflerei , christa ! ist das denn wirklich wirklich soooooooo bedeutsam ? … für dich ?
    JA ! denn es ist ein unterschied ob ich klipp und klar von mir und meiner einmaligen schneeflockengleichen einzigartigen subjektiven interpretation und wirklichkeitswahrnehmung scheibe oder ob ich immer wieder worte wie MAN „verwende, um eine oder mehrere Personen zu bezeichnen, die ich nicht kenne oder nicht nennen will ( ähnlich wie´jemand ´) und/oder um mich selbst zu bezeichnen und auszudrücken, dass das Gesagte auch für andere Geltung hat “ ( was ich als unstimmige übergriffige „ ich-weiss-was-für-dich-gilt-haltung “ erlebe ) … was für mich die subjektivitätsqualität meiner aussage in einer art „ verwässert .. verschleiert … vermischt … verleugnet “ die … tja was? … die einfach nicht wirklich stimmig ist für mich ..
    Deshalb mag ich ja auch deine persönlichen alltags- und gutnachtgeschichten und aphorismen so gern hubertus die in mir !!!! mehr die gefühlten herzensschwingungen AN … und damit mein !!!! linkshemisphärisches- grundsatz-philosophisch-ethisches –hirnwichsen ABklingen lässt …
    ich habe also für mich beim lesen dieses beitrags die für mich unstimmigen begriffe .. wiedermal .. ersetzt und DAS fühlt sich dann wirklich wirklich anders an … ähnlich klärend wie bei deinem gordon-text-experiment und dem austauschen der worte „ frauen “ für „kinder“ und „männer“ für „erwachsene“ nur diesmal mit umgekehrten vorzeichen ;-)
    mein focus ist dann punktgenauer dorthin gerichtet wo möglicherweise klärung und/oder bewusstseins – und/oder verhaltensänderung stattfindet … nämlich zu allererst : bei und in MIR !

    also z.b. so :
    „ Kann ich mit Amication glücklich werden? Ist Amication eine Garantie für Glück für mich ? ... und in dieser art weiter ... bis zum ende ... "

    Und dann … JAAAAAAA hubertus … liegt dieser amicative glücksstaub sofort in der luft und kitzelt mich manchmal derart in der nase dass es sich in einem beherzten niessen ( oder blogpost ) ausdruck verschafft … HAHAHAHAHAtschi und vergelt s gott ! ;-)
    Alles liebe
    christa

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  2. Zitat:
    "Und da gibt es unzählige persönliche Wege, denn das Glück des einen ist nicht die Richtschnur für das Glück des anderen. Doch wenn auch ein jeder sein Glück auf seine Weise realisiert – amicative Menschen verbindet der amicative Glücksstaub zwischen den Zeilen des Lebens."
    Zitat-Ende

    Nun denn, Hubertus, da ich diesen deinen Blog-Beitrag wieder mal (wie so oft in den vergangenen Monaten) als sehr widersprüchlich empfinde, sehe ich nur noch sehr wenig verbindenden Glücksstaub.
    Wobei dieses mein "Nur-noch-sehr-wenig-verbindenden-Glücksstaub-sehen" durchaus seine Ursache in der fortschreitenden Verschlechterung meiner Augen-Sehstärke hat.
    LG HaJo51

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  3. Hallo hajo, inwiefern widersprüchlich?

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